BFKdo Zwettl
02.12.2014 | Franz Bretterbauer | Berichte

Eisregen ohne Ende

Die Einsätze gehen unvermindert weiter. Der Bezirk Zwettl wurde am 2.12.2014 zum Katastrophengebiet erklärt

Leider ist noch immer keine Besserung absehbar.  Aufgrund der aktuellen Entwicklung wurde auch die Bezirksalarmzentrale besetzt.
Aktuelle Lage laut LWZ am 2.12.2014 vormittag:

"Aufgrund der Raureifbildung und Vereisung (15-20cm) in Höhenlagen zwischen 500 – 1000m sind im Waldviertel und einzelnen Gebieten südlich der Donau (Dunkelsteinerwald, Alpenvorland, Wechselgebiet) zahlreiche Straßen durch umgestürzte Bäume unpassierbar. Durch beschädigte Stromleitungen sind aktuell laut EVN rund 70 Trafostationen (rund 2000 Endkundenanlagen) ohne Strom (Schwerpunkt Waldviertel) und Wechselgebiet. Seitens EVN und Feuerwehr wird aktuell mit Notstromaggregaten versucht örtlich ins Netz einzuspeisen um einen Großteil der Haushalte mit Strom zu versorgen. Aktuell sind in den Bezirken ZT, KR und HL rund 20 Großaggregate der EVN und der Feuerwehr im Einsatz (Stand 2.12.2014, 09.00 Uhr). Auch in den Bezirken AM, SB, HO und Neunkirchen kommt es durch Raureif zu Einschränkungen im Straßenverkehr und in der Stromversorgung. Im Waldviertel sind zahlreiche Schulen geschlossen. Eine vollständige Liste wird auf ORF.at für die Öffentlichkeit publiziert."
Empfehlungen/Verhaltenstipps
Der Aufenthalt bzw. Fahrten in und durch Waldgebiete sind weiterhin lebensgefährlich! Meiden Sie den Aufenthalt in der Nähe von Bäumen, Masten, Stromleitungen und Windkraftanlagen. Gefahr von Eisabwurf - Lebensgefahr! Es ist mit weiter mit Stromausfällen, sowie mit Einschränkungen in der Telefonie zu rechnen. 

Im Folgenden einige Links zu den letzten Einsätzen:
FF Sallingberg:

AFKDO Groß Gerungs:
Die nasskalte Witterung und der daraus resultierende Eisregen hat die Energieversorgung vielerorts lahmgelegt. Einige Ortschaften in der Region um Arbesbach (Waldviertel und angrenzendes Mühlviertel, OÖ) sind bereits mehrere Tage ohne Strom bzw. sind diese immer wieder von längeren Netzausfällen betroffen. 
Bericht siehe http://www.afkgrossgerungs.at/cms/index.php?detailid=201412021349&style=akt_detail

FF Schwarzenau:
Die Feuerwehr wurde aufgrund eines totalen Stromausfalls in der gesamten Region zum Bahnhof Schwarzenau alarmiert. "Um den Fahrgästen des Regionalzuges aus Wien ein gesichertes Aus- und Einsteigen zu ermöglichen, mussten wir den Bahnsteig ausleuchten. Diesen Einsatz konnten wir mit Notstromaggregat und Fluter, sowie mit dem Lichtmast unseres RLF-A bewerkstelligen." Bericht: http://www.ff-schwarzenau.at/cms/index.php?option=com_content&view=article&id=238:einsatzreiche-nacht-in-schwarzenau&catid=34:artikel&Itemid=54 

FF Göpfritz/Wild:
Aufgrund der anhaltenden extremen Wetterlage hat ein Baum dem starken Raureif nicht mehr standhalten können und ist unter der schweren Last zusammengebrochen und blockierte in weiterer Folge einen Fahrsteifen der LB2.
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Die erste Alarmierung in der Nacht vom DI 02. Dezember 2014 auf MI 03. Dezember 2014 ging um 18.16 Uhr bei der Freiwilligen Feuerwehr Göpfritz/Wild ein. Weitere Einsätze dieser Art folgten um 00.04 Uhr und 03.28 Uhr - immer auf der LB2 im Bereich der Wild.
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FF Echsenbach:
Die FF Echsenbach wurde seit Sonntag 30.11.2014 19:00 Uhr zu insgesamt 22 Einsätzen gerufen. 13 mal musste sie zur Beseitigung von Sturm bzw. Wetterschäden ausrücken, welche eine unmittelbare Gefahr für Verkehrsteilnehmer bzw. Sachgüter wie Häuser 
darstellte. Hier waren und sind neben einem gefährdeten Wohnhaus vor allem die Waldstücke auf den Straßen L 67, L 65, L8102, L 8099 betroffen. Auch auf der B36 mussten drei Bäume, welche über die Straße lagen, entfernt werden.
Bericht: http://www.feuerwehr.echsenbach.at/berichte/198

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