BFKdo Zwettl
05.12.2014 | Franz Bretterbauer | Berichte

Eisregen: Katastrophenzustand ist beendet

Am Freitag, 5.12.2014 konnte nach einer Woche wieder einigermaßen der Normalzustand hergestellt werden.

Auch am 5.12. gab es für die Feuerwehrkräfte, besonders im Raum Ottenschlag, Arbesbach noch viel Arbeit. Die Aufräumungsarbeiten konnten aber großteils abgeschlossen werden. Der Katastrophenzustand wurde vom Bezirkshauptmann per 12.00 Uhr aufgehoben. Aufrecht bleibt allerdings noch teilweise die Stromversorgung mit Notstromaggregaten.
Mit Ausnahme weniger Straßen (Sperre L7068 zw. Waldhausen und Moniholz wegen Baumbruch und Sperre L7188 zw. Kirchschlag und Aschelberg wegen Baumbruch) konnten die Sperre aller Landesstraßen wieder aufgehoben werden (einige Gemeindestraßen sind evtl. noch gesperrt).
Wie der Abschnitt Ottenschlag meldet, sind im Abschnitt Ottenschlag seit Freitag der Vorwoche rund 700 Einsätze mit rund 6.500 Einsatzstunden durch die Feuerwehrkräfte abgearbeitet worden. 
Aus der letzten Lagemeldung des Landesführungsstabes geht für Zwettl hervor:

  • Gemeinde Altmelon: Stromversorgung mittels Aggregat wurde beendet.
  • Gemeinde Arbesbach: Stromversorgung über Notstromaggregate der Feuerwehr und EVN hergestellt.
  • Gemeinde Bärnkopf: Volksschule noch heute gesperrt, Stromversorgung mittels Notstromaggregat in Saggraben.
  • Gemeinde Grafenschlag: Weiterhin Stromversorgung mittels Notstromaggregat.
  • Gemeinde Groß Gerungs: Versorgung von Schanz/Reitern mittels Notstromaggregat. Notstromversorgung in Klein Wetzles beendet.
  • Gemeinde Kottes-Purk: Teile von Kottes und einzelne umliegende Orte sind über Notstromaggregat mit Strom versorgt.
  • Gemeinde Ottenschlag: Aufräumungsarbeiten
  • Gemeinde Rappottenstein: Versorgung in Oberrabenthan mittels Notstromaggregat.
  • Gemeinde Sallingberg: Die Stromversorgung in den Orten Großnondorf und Moniholz wurde mit Notstromaggregaten sichergestellt.
  • Insgesamt sind im Bezirk 25 Stk. Groß-Stromerzeuger (16 FF + 9 EVN) im Einsatz.
  • Die Aggregate der Feuerwehr werden sukzessive von den Einsatzorten in den Bereitstellungsraum bei der BAZ Krems verlegt und anschließend auf die jeweiligen Stationierungsorte rückgeführt.

Seitens des Bezirksfeuerwehrkommandos wird allen Einsatzkräften für die vielen Einsatzstunden, teils unter schwierigsten Bedingungen Dank ausgesprochen. Durch die perfekte Zusammenarbeit und Einsatz vieler Stunden an Freizeit konnte die Katastrophe wieder einmal innerhalb kürzest möglicher Zeit bewältigt werden, die Schäden selbst konnten zwar minimiert, aber freilich nicht ungeschehen gemacht werden.
Text: Franz Bretterbauer
  

Berichte einzelner Feuerwehren:



FF Großnondorf - Zahlreiche Ensätze


Gr. Nondorf – Als am Freitag, 28.11.2014 um 23:47 die erste Alarmierung „Baum über Straße“ für die Kameraden der FF Gr. Nondorf seitens der Bezirksalarmzentrale Zwettl einging, konnte wohl noch niemand die nachfolgende Einsatzserie erahnen.
In Summe wurden im Zeitraum 28.11 bis 05.12.2014 durch die FF Gr. Nondorf mehr als 20 Einsätze im Zusammenhang mit der extrem Wetterlege und deren Auswirkungen abgearbeitet. Dabei wurden in Summe 350 Einsatzstunden zum Schutz der Bevölkerung geleistet. Höhepunkt war sicherlich am Mittwoch 03.12.2014, als die Stromversorgung in den Abendstunden zusammenbrach. Die Last durch den tagelang gefrierenden Nebel war für die Bäume entlang der Stromleitung nicht mehr zu tragen und diese stürzten um, dadurch wurde diese massiv in Mitleidenschaft gezogen. Bis dato kann Gr. Nondorf nur durch den Einsatz eines 150 kvA-Notstromaggregates seitens der Feuerwehr Brunn am Gebirge mit Strom versorgt werden. 
Text: Jürgen Kellner

FF Sallingberg


Nieselregen bzw. Nebel gefroren ab den 28. November an den Bäumen an, diese konnten die Last des Eises nicht mehr tragen und brachen. Diese Wetterlage sorgte in der Zeit vom 29. November bis zum 05. Dezember für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Sallingberg. ...
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Sallingberg fuhren in dieser Zeit (29.112014 - 05.12.2014) zu 35 Einsätze aus und leisteten dabei 188 Einsatzstunden.
Zusammenfassung der Einsatzserie und Links auf der HP der FF Salligstadt