BFKdo Zwettl
19.10.2014 | Franz Bretterbauer | Atemschutz Berichte

"Coole" Atemschutz-Heißausbildung

Der zwar anstrengende, aber lehrreiche Übungstag wurde von vielen Atemschutz-Trupps genützt, um sich weiter zu bilden

Durch das NÖ Landesfeuerwehrkommando wurde wieder eine Atemschutz-Heißausbildung mit einer gasbefeuerten Übungsanlage (Atemschutzausbildung Stufe 4) organisiert. Für die Feuerwehren des Bezirkes Zwettl bestand die Möglichkeit am Samstag, den 18. Oktober 2014 die Übungsanlage in Krems zu nutzen.
25 Trupps aus dem Bezirk Zwettl nutzten die Gelegenheit für diese Fortbildung, bei der in ca. eineinhalb bis zwei Stunden durch 11 Ausbilder das Übungsprogramm abgearbeitet wurde:

  • Beim Theorieblock wurde auf die Sicherheitsbestimmungen etc. hingewiesen. Diese mussten die Teilnehmer auch mit Unterschrift zur Kenntnis nehmen. Eine Flasche Mineralwasser für jeden Teilnehmer stand bereit, um den Flüssigkeitshaushalt schon vorsorglich zu unterstützen. Da es sich um eine Simulationsanlage handelt, wurde betont, dass natürlich das Brandverhalten anders ist als bei echten Wohnungseinrichtungen.
     
  • Strahlrohrübungen mit dem für viele noch ungewohnten Hohlstrahlrohr bildeten die Grundlage, damit im Container selbst die Handhabung funktioniert.
     
  • Ein kurzer Wärmegewöhnungsdurchgang von ein paar Minuten ohne Atemschutzgerät wurde vom BSB Wolfgang Steflicek begleitet und zeigte den Teilnehmern die Wirkung der Brandstrahlung und die Wichtigkeit des Vorgehens in Bodennähe.
     
  • Danach folgte mit "voller Montur" incl. Atemschutzgerät der eigentliche Durchgang in der Dauer von ca. 15 Minuten, der auch von einem Ausbilder begleitet wurde. Der Container wird dabei von oben betreten, d.h. es wird ein Kellerbrand simuliert. Nach dem Einstieg über die relativ enge und steile Stiege sind verschiedene Brandstellen mit Sprühstrahl zu bekämpfen, ein flash over wird simuliert. Dass der Trupp immer auf der Hut sein muss, auch den Rückweg zu sichern, wird durch Wiederaufflammen bereits gelöschter Brandstellen simuliert und forderte die Trupps besonders, indem einmal das Strahlrohr nach vorne, dann wieder nach rückwärts gerichtet werden musste.
     
  • Abschließend stand eine Besprechung mit dem begleitenden Ausbilder auf dem Programm, bei dem der Durchgang und die Möglichkeiten für Verbesserungen besprochen wurden.
     
  • Das Ausfüllen eines Feedbackbogens sowie die Körperpflege, Flaschen füllen und Versorgung der Geräte beendete den doch anstregenden Übungstag, der jedoch trotzdem als "coole" Bereicherung der Ausbildung gesehen wurde. Es wurde von den Ausbildern aber auch darauf hingewiesen, dass das Üben in der gasbefeuerten Anlage natürlich mit anderen Augen zu sehen ist als ein echtes Brandgeschehen. Dafür stehen die nächsten Stufen, nämlich in feststoffbefeuerten Anlagen zur Verfügung.

Dank gebührt dem Ausbilderteam, das nicht nur jeweils einen Durchgang zu absolvieren hatte. Nach einer Einschulung der Ausbilder bereits am Montag davor, hatten diese abwechselnd den ganzen Tag über die einzelnen Trupps in die "Hitzekammer"  zu begleiten und kamen ganz schön ins Schwitzen:
  • Wolfgang Steflicek
  • Reinhard Holzmüller
  • Ronny Kuschal
  • Martin Wagner
  • Willibald Wagner
  • Josef Rametsteiner
  • Herbert Kellner
  • Johannes Grünstäudl
  • Daniel steflicek
  • Robert Böhm
  • Harald Fasching

Zu danken ist auch dem Landesfeuerwehrverband, der die Kosten für die Feuerwehren durch Übernahme der Hälfte des Betrages erträglich machte.
Für alle, die dieses Mal nicht Zeit hatten: Es ist geplant, dass der Simulationscontainer nächstes Jahr in Hollabrunn und 2016 in Zwettl wieder im Einsatz stehen wird.

Text u. Fotos: Franz Bretterbauer

Siehe auch den u.a. Link zur gleichartigen Ausbildung in Dobersberg