Am Freitag, dem 25. September 2026, absolvierte der Unterabschnitt 5 Pölla mit allen Wehren eine anspruchsvolle und praxisnahe Unterabschnittsübung. Als Übungsgelände diente das Trainingszentrum für Luftfahrzeuge nahe der Liechtenstein-Kaserne am Truppenübungsplatz Allentsteig. Insgesamt 35 Feuerwehrmitglieder nahmen an der Übung mit den Schwerpunkten Strahlrohrtechnik, Löschtechnik und Atemschutzeinsatz teil.
Praxisnahes Training an der kerosinbefeuerten Brandwand
Unter der fachkundigen Übungsleitung von Vizeleutnant Anhammer (Österreichisches Bundesheer) lag der Fokus der Ausbildung auf der Bekämpfung von Flüssigkeitsbränden (Kerosinbecken) mittels C-Hohlstrahlrohr. Nach einer ausführlichen Einweisung in die Sicherheitsbestimmungen und das Verhalten in der Übungsanlage starteten die Atemschutztrupps zunächst mit einem "Trockentraining" (Löschangriff ohne befeuerte Übungswand), bevor es in die heiße Phase überging.
Im scharfen Durchgang arbeiteten jeweils zwei Trupps zu je drei Mitgliedern im engen Zusammenspiel. Dabei erlernten und vertieften die teilnehmenden Kameraden essenzielle Techniken der Brandbekämpfung: Während ein Trupp mit dem Sprühstrahl die thermische Abschirmung (Wärmeschutz) sicherstellte, übernahm der zweite Trupp die gezielte Ablöschung des Flüssigkeitsbrandes. Neben der Auffrischung in der Handhabung der Atemschutzgeräte bot die Übung den Übungsteilnehmern wertvolle Erfahrungen im Umgang mit extremer Hitzeentwicklung und der richtigen Rohrführung.
Perfekte Logistik
Auch abseits der eigentlichen Ausbildung verlangte die Übung eine reibungslose Zusammenarbeit. Die Nicht-Atemschutzträger waren für die Löschwasserversorgung und die Sicherheitsleitung verantwortlich. Das HLF Franzen und das HLF Altpölla stellten dabei die Wasserspeisung sicher.
Sicherheit und kontinuierliche Verbesserung standen an oberster Stelle: Nach jedem Durchgang fand direkt vor Ort eine kurze Nachbesprechung mit dem Übungsleiter statt, um Beobachtungen umgehend zu verarbeiten.
Unterstützt wurde die Übung vor Ort durch fünf Mann des Bundesheeres sowie zwei Einsatzkräfte des Roten Kreuzes, die die medizinische Absicherung gewährleisteten.
Positives Fazit und kameradschaftlicher Abschluss
Bei der abschließenden Übungsnachbesprechung zeigten sich Abschnittskommandant BR Manfred Rabl, Gesamtkoordinator BR Karl Kainrath sowie Übungsleiter HBI Michael Holm äußerst zufrieden mit dem reibungslosen Ablauf der Übung und der Disziplin der Übungsteilnehmer.
Im Anschluss an die Übung wurden die eingesetzten Kräfte in das Feuerwehrhaus Altpölla verlegt. Dort lud die Marktgemeinde Pölla zu einer gemeinsamen Jause ein, bei der Bürgermeister Günther Kröpfl die heimkehrenden Feuerwehrmitglieder empfing und seinen Dank für die zahlreiche Übungsbeteiligung aussprach.