Besinnungsabend in Stift Zwettl

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Der voraussichtlich letzte Besinnungsabend fand am 31.3.2012 statt

Zu einem Besinnungsabend für Feuerwehrmitglieder luden das Bildungshaus Stift Zwettl und das Abschnittsfeuerwehrkommando Zwettl am 31.3.2012 nach Stift Zwettl ein.

Zum Thema "Propheten zwischen Unheil, Mahnung und Hoffnung" sprach FKUR Mag. P. Daniel Gärtner, Pfarrer in Oberstrahlbach und Sallingstadt und ausgebildeter Feuerwehrpeer, zu 25 Teilnehmern. Dabei spannte er den Bogen von den "modernen" Propheten wie Nostradamus und dem niederbayrischen "Mühlhiasl" aus seiner Heimat bis zu den biblischen Propheten wie Elia, Nathan und anderen.

Schwer in ihrem Leben hatten es alle Propheten, so wurden viele verfolgt, mussten fliehen usw.

Während die modernen Propheten versuchen, die Zukunft vorauszusagen, wurden die biblischen Propheten von Gott benutzt, um seine Botschaften bestimmten Personen nahe und sie von falschen Wegen abzubringen.

Die Propheten der Neuzeit hatten dabei häufig Schwierigkeiten, Visionen von Dingen, die noch gar nicht erfunden waren, in Worte zu fassen. Deshalb ist es auch so schwierig, ihre Aussagen richtig zu deuten und Fehlinterpretationen sind daher leicht möglich. 

P. Daniel ermunterte die Teilnehmer, ein bisschen wie die biblischen Propheten zu sein, trotz Schwierigkeiten, die einen dabei trefffen können.

Nach dem etwa einstündigen Vortrag gab es wieder die Möglichkeit zur Beichte und anschließend den Vorabend-Gottesdienst.

Ein "Wermutstropfen": Da leider die Teilnehmerzahlen jährlich sanken, die Vorbereitungsarbeiten jedoch gleich aufwändig bleiben, hat sich P. Daniel entschlossen, diese Veranstaltung künftig nicht mehr anzubieten. VI Franz Bretterbauer dankte daher namens des Abschnittes Zwettl den Teilnehmern für ihr Kommen und P. Daniel für die jahrelange Durchführung und Gestaltung dieser besinnlichen Stunden.

Es ist zwar schade, wenn es wirklich der letzte Besinnungsabend gewesen sein sollte, aber die Änderungen in der Gesellschaft sind leider auch hier nicht spurlos vorbei gegangen. War - wie man aus Erzählungen älterer Kameraden hört - anfangs (dürfte in den 70er-Jahren gewesen sein) noch der Festsaal gesteckt voll und dauerte der "Einkehrtag" einen ganzen Sonntag, so musste später auf den Samstag-Abend und in einen kleineren Raum verlegt werden.

Es sei daher allen Feuerwehrkuraten gedankt, die sich in den letzten Jahrzehnten Zeit für die Gestaltung dieser Besinnungstage genommen haben: (ohne Garantie auf Vollständigkeit) P. Bruno Schneider (später OBR Dr. Hans Schneider), P. Martin Strauß, P. Albert Filzwieser, P. Maximilian Krausgruber und P. Daniel Gärtner.