Neues Einsatzleitsystem ELKOS

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Etwa 2019 werden die Alarmzentralen mit dem neuen Einsatzleitsystem ausgestattet werden.

Die EDV-Sachberbeiter und die Leiter des Verwaltungsdienstes auf AFK/BFK-Ebene wurden am 24. und 25.11.2017 von Ing. Sebastian Spanninger (LFKDO) auch über das neue Einsatzleitsystem informiert.

Die Landeswarnzentrale und 11 Bezirksalarmzentralen sind rund um die Uhr besetzt, 11 weitere (darunter jene in Zwettl) nur im Anlassfall bzw. zu vorgegebenen Zeiten.

Jede dieser Zentralen stellt eine technische "Insel" dar, die mit der Softwarelösung "ELDIS III" der Fa. Eurofunk-Kappacher arbeitet. Die Übergabe von Einsätzen an eine andere Zentral ist zwar theoretisch möglich, in der Praxis aber schwierig. Software und Technik sind in die Jahre gekommen und überholt, funktionieren aber grundsätzlich.

Der größte Nachteil ist der Inselbetrieb. Es gibt keine zentrale Zusammenarbeit, keine Notrufüberläufe etc.

Es wurde daher gemeinsam mit dem Bundesministerim für Inneres und dem Land NÖ das Projekt ELKOS (EinsatzLeit- und KOmmunikationsSystem) gestartet und ausgeschrieben. Die Zielsetzung war die Schaffung eines zentral betriebenen Einsatzleitsystems, getrennt in Mandanten mit bestmöglicher Nutzung gemeinsamer Ressourcen. Allgemeine Stammdaten wie GIS, Adressen etc. werden zentral gewartet, jeder Mandant (z.B. das Land bzw. die Feuerwehr) können weitere Stammdaten pflegen.

Die Ausschreibung der Software sowie der zentralen Infrastrukturlandschaft zum Betrieb der Software ist erfolgt und die Bietergemeinschaft Frequentis und Hexagon/Intergraph beauftragt worden.

 

Ausstattung

Künftig wird es eine direkte Anbindung an den Digitalfunk inkl. Bereitstellung aller Funktionen des Digitalfunks geben.

Die gesamte Client-Infrastruktur (Hardware, Domäne, Verwaltung) in den Zentralen sowie das Netzwerk dazu sind jedoch beizustellen und noch auszuschreiben. An das System werden hohe Anforderungen hinsichtlich der Verfügbarkeit gestellt.

Alle Bezirksalarmzentralen bleiben erhalten! Es wird jedoch Ausstattungsunterschiede zwischen ständig und fallweise besetzten Zentralen geben.

Die fix besetzten Alarmzentralen werden zwei getrennte Arbeisplätze erhalten, Zwettl vermutlich einen.

Jeder Arbeitsplatz besteht aus zwei getrennten Rechnern (ELS für das ELKOS und lifeX für Funk/Telefonie). 4 Monitore (3 24-Zoll FullHD Widescreen und 1 Touchsreen für lifeX) werden das äußere Bild prägen. Dahinter steht eine redundante Netzwerkanbindung (mehrere unterschiedliche Leitungen) sowie eine USV-Versorgung.

Eine Herausforderung für die Techniker ist auch die Sicherheit des Systems, das natürlich gegen unberechtigte Zugriffe geschützt werden muss.

Die Beschaffung der Hardware und Netzwerkkomponenten für die insgesamt 24 Standorte bedarf daher noch Zeit, weshalb die für 2018 geplante Umsetzung aus derzeitiger Sicht nicht zu halten sein wird.

Trotzdem ist die BAZ Zwettl laufend auf der Suche nach interessierten Mitgliedern, die die Zentrale betreuen können. Alle können sich schon jetzt melden, wenngleich die Alarmierung noch mehr als ein Jahr auf dem bisherigen System erfolgen wird.

Die bisher vorhandenen Schnittstellen, wie z. B. zu BlaulichtSMS bleiben erhalten. Aber FDISK soll auch für diese die einzige Stammdatenquelle (z.B. für die Alarmtelefonnummern) werden.

Auch ist geplant, dass die Daten des ELKOS künftig direkt in den Einsatzbericht von FDISK übernommen werden können.